Was ist ein PUE und warum spart ein niedriger PUE-Wert viel Geld?

München, 31. August 2018. PUE steht für Power Usage Effectiveness. Zur Bestimmung des PUE-Werts wird ein Quotient x/y gebildet. Dabei ist x die komplette Energiezufuhr eines Rechenzentrums und y ist der Anteil davon, der für den reinen Betrieb der IT benötigt wird.

grüner Rechner

x ist also immer größer als y und damit ist jeder PUE größer als 1. Je näher an 1 der Wert aber ist, desto effizienter ist das Data Center. Beim theoretisch optimalen PUE-Wert 1 würde die gesamte Leistung in die Server fließen.

Die mit dem PUE-Wert gemessene Energieeffizienz lag vor zehn Jahren oft noch zwischen 3-5. Heute ist selbst ein PUE von 2 nicht wirtschaftlich. Ein PUE unter 1,5 gilt bei modernen Rechenzentren mittlerweile als Standard. Hintergrund ist einerseits der Klimaschutz, andererseits, dass Deutschland insbesondere bei der Energie ein absolutes Höchstpreisland ist. In Finnland zahlen Betreiber pro kW/h ungefähr 0,03 Euro, in Deutschland das Fünffache.

Das Teuerste an einem RZ und an dem Betrieb von Servern und Storagesystemen, die ein Drittel des Energiebedarfs der IT in Rechenzentren verbrauchen, ist heutzutage definitiv der Strom. Durch einen niedrigen PUE-Wert lässt sich daher für die Kunden eines modernen Rechenzentrums eine Menge Geld sparen.