Spatenstich für SDC SpaceNet Datacenter in Kirchheim im Münchener Osten

München, 15. November 2018. Der Bedarf an modernen, hochverfügbaren Rechenzentren wächst besonders im Raum München stark. Der Internet-Serviceprovider SpaceNet AG betreibt bereits zwei redundante Datacenter an zwei Standorten. Nun startet die Bauphase des dritten Rechenzentrums der SDC SpaceNet Datacenter GmbH & Co. KG vor den Toren Münchens. Es wird im Endausbau über 5.000 qm Rechenzentrumsfläche bieten, die bereits nach den Anforderungen der neuen Revision der DIN EN 50600 errichtet werden.

 

 

Spatenstich SDC Rechenzentrum

erster Spatenstich von links nach rechts Maximilian Böltl, Erster Bürgermeister von Kirchheim, Annette Ganssmüller-Maluche, weitere Stellvertreterin des Landrats, Sebastian von Bomhard, Geschäftsführer des SDC SpaceNet Datacenters

Mit dem ersten Spatenstich am 14.11.2018 in Kirchheim bei München hat nun der Bau eines der modernsten und sichersten Rechenzentren Europas begonnen. Die SDC SpaceNet Datacenter GmbH & Co. KG errichtet dort ein modular aufgebautes Datacenter mit über 5.000 qm Rechenzentrumsfläche. Es ist das dritte Rechenzentrum des Münchener Internet-Serviceproviders SpaceNet AG und bietet Platz für ca. 2.500 Racks mit 47 Höheneinheiten – also für bis zu 117.500 einzelne Server und andere Rechenzentrumskomponenten.

Das Bauvorhaben ist die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte der SpaceNet AG und wird über die neu gegründete SDC SpaceNet Datacenter GmbH & Co. KG abgewickelt. Die SDC arbeitet als rein inländische Firma mit ihren Kunden ausschließlich auf Basis des deutschen Datenschutzgesetzes und fällt weder direkt noch indirekt unter den US Patriot Act oder den Homeland Security Act und kann von ausländischen Behörden nicht verpflichtet werden, Zugriff auf Daten in ihren Rechenzentren zu gewähren.

„Diese richtungsweisende Investition ist ein klares Bekenntnis der SpaceNet AG zum IT-Standort München und Oberbayern. Kirchheim ist für unsere Kunden aus dem Großraum München hervorragend erreichbar. Gleichzeitig ist es über fünf Kilometer von unseren anderen Rechenzentren im Stadtgebiet entfernt und erfüllt somit optimal die Anforderungen des BSI-Grundschutzes an den Abstand zwischen redundant aufgebauten Rechenzentren“, sagt Sebastian von Bomhard, Vorstand des Fullservice-Internetproviders SpaceNet AG und Geschäftsführer der SDC.

„Der Branchenmix in unseren Gewerbegebieten in Kirchheim und Heimstetten reicht von alteingesessenen Firmen über Hightechindustrie bis zu Modefirmen. Wir freuen uns, dass wir mit der SpaceNet AG nun auch einen hervorragend etablierten und bekannten Rechenzentrumsbetreiber von unserem starken Wirtschaftsstandort überzeugen konnten“, kommentiert Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl den Baubeginn.

Pionier bei DIN EN 50600 VK4
Bereits seit ihrer Gründung 1993 setzt die SpaceNet AG auf IT-Sicherheit aus München. In dieser Tradition wird die SDC ihren Kunden das erste Rechenzentrum nach der neuen Revision der DIN EN 50600 anbieten, und zwar in der höchsten Verfügbarkeitsklasse, VK4. Während DIN EN 50600 VK3 lediglich Redundanz im Normalbetrieb verlangt, muss für eine Zertifizierung nach DIN EN 50600 VK4 auch im Wartungsfall Redundanz gegeben sein. Wollen Firmen das in eigenen Räumlichkeiten und mit eigenen IT-Komponenten erreichen, sind erhebliche Investitionen erforderlich.

Durch SpaceNet als Rechenzentrumsbetreiber, der sämtliche erforderlichen Vorkehrungen trifft, wird für Kunden der Betrieb ihrer Anwendungen in so einem Rechenzentrum überhaupt erst möglich. Das gibt ihnen bei ihren Digitalisierungsprojekten die nötige Sicherheit und lässt sich nicht nur im B2B-Geschäft bei ihren Kunden in die Waagschale werfen.

Starke Partner für das SDC

Der Ausbau des neuen Rechenzentrums erfolgt in fünf Phasen. In jeder Bauphase entstehen flexibel auf jeweils zwei Ebenen mit ca. 1000 Quadratmetern Rechenzentrumsflächen. Diese können dann sofort von Kunden genutzt werden. Damit trägt der Bauherr dem großen Bedarf nach sicheren und verfügbaren Datacenter-Kapazitäten im Raum München Rechnung. In der ersten Bauphase werden zudem ein Bürokomplex und die gesamte Sicherheitsanlage für den Standort errichtet.

Beim Bau arbeitet SpaceNet mit den Spezialisten Vertiv (früher: Emerson Network Power) und Argos zusammen. Argos übernimmt die Steuerung bis zum Abschluss der ersten Phase. Das Unternehmen bringt dabei seine Erfahrung mit Bauabläufen und den Zugriff auf unabhängige technische Experten ein.

Vertiv verfügt nicht nur über ein außerordentlich breites Portfolio an Rechenzentrumstechnik, sondern auch umfangreiche Erfahrungen im Bau von Datacentern für die weltweit größten Rechenzentrumsbetreiber. „Bei der Entscheidung für Vertiv war ausschlaggebend, dass uns das Unternehmen nicht nur ein fertiges Rechenzentrum von der Stange liefern konnte, sondern zu individuellen Planungsleistungen willig und fähig ist“, erklärt Richard Hartmann, technischer Projektleiter bei der SDC.

Das SDC SpaceNet Datacenter wird sich auszeichnen durch:

Hochverfügbarkeit: Das SDC Datacenter bietet ebenso carrierneutrale Zugänge wie eine leistungsstarke hochverfügbare Internetanbindung über SpaceNet. Zwei unabhängige Glasfasertrassen sorgen für praktisch unbegrenzte Bandbreite inklusive einer Redundanz aller wichtigen Systeme.

Energieeffizienz: Mit einem erwarteten PUE-Wert von unter 1,2 im Jahresmittel ist das neue Rechenzentrum richtungsweisend im Bereich der Niedrigenergie-Rechenzentren. Zusätzlich wird es mit Ökostrom versorgt.

Klimatisierung:
Beim Klimasystem kommen modernste Verfahren in Kombination mit adiabatischer Kühltechnik und dem Klimatechnik-Standard ASHRAE-A1 zum Einsatz.

Physische Sicherheit: Zusätzlich zur Risikoanalyse nach TÜV und BSI erfüllen Zugangskontrolle, Fahrzeugschleusen, die Vereinzelung von Personen beim Zugang, Videoüberwachung, Bewegungsmelder, ein Sicherheitsdienst sowie ein Einbruchsmeldesystem auch höchste Sicherheitsanforderungen.

Brandschutz: Das Rechenzentrum ist modular aufgebaut. Jedes Modul entspricht der Feuerwiderstandsklasse F90, verfügt über Brandfrühesterkennung und ist als eigener Brandabschnitt konzipiert. Im Löschfall sorgen Schalldämpfer an der Stickstofflöschung dafür, dass es nicht durch Vibration zu Festplattenschäden kommt.

Projektierte Zertifizierungen: ISO 27001, EN 50600 VK4, Green IT.