Checkliste: Woran erkennt man das passende Rechenzentrum? (Teil 2)

München, 31. Mai 2019. Es gibt noch weitere Punkte, die bei einem IT-Outsourcing zu beachten sind:

5. Zertifizierungen

Ein Indikator nach außen für ein sicheres Datacenter ist die Zertifizierung. Hier unterscheidet man zwischen der organisatorischen, der technischen und der physischen Ebene. Die DIN EN 50600 bezieht sich auf die gesamte Rechenzentrumsinfrastruktur, wohingegen sich die ISO 27001 auf die internen Prozesse bezieht. Idealerweise sind beide Zertifizierungen vorhanden.  

6. Anbindung 

Das beste Rechenzentrum nützt absolut nichts, wenn der Datenfluss ins Stocken gerät. Sie sollten daher darauf achten, ob Sie Ihr Unternehmen über einen bestimmten Carrier an das Rechenzentrum anbinden müssen oder ob Sie eine völlig freie Carrierwahl haben.
Lassen Sie sich das Konzept der physischen Anbindung an das Netz erläutern. Wer viele Carrier beherbergt hat damit nicht automatisch

viele unabhängige Glasfasern. Zwei räumlich komplett getrennte Hauszuführungen sollten vorhanden sein.

7. Energieeffizient

Die größten Kosten bei einem Rechenzentrum verursacht der Strom. Hier hilft Ihnen ein Blick auf den PUE-Wert (Power Usage Effectiveness). Er benennt das Verhältnis vom Gesamtenergieverbrauch des Rechenzentrums zum Energieverbrauch der IT-Systeme im Rechenzentrum und gibt so einen Überblick über die Energie-Effizienz. Nimmt man einen theoretischen Wert von 1 an, bedeutet dies, dass die Energie zu 100% effizient genutzt wird. Bei einem Wert von 1,2 wird 20 Prozent der aufgewendeten Energie ineffizient aufgewendet.
Der durchschnittliche PUE-Wert in Deutschland liegt derzeit bei rund 1,8. Werte unter 1,2 gelten als extrem effizient, ein PUE von 1,5 immerhin noch als effizient.

 

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